Zitterpartie gegen Frankfurter Adler

Am vergangenen Sonntag fand wieder ein Heimspiel der Herrenberg Wanderers im Längenholz statt. Gäste waren die Frankfurt Eagles. Spiel 1 ging in einer Zitterpartie an die Frankfurter mit 4:3. Spiel 2 ging an die Herrenberger mit einem ebenfalls knappen 7:6.

Das erste Spiel bereitete den Wanderers bereits deutliche Schwierigkeiten. Für Herrenberg startete der Pitcher Stefan Bischoff auf den Catcher Elvi Garcia. Obwohl die Gäste gegen das Duo 4 Innings lang keine Punkte einfuhren, hatte es außerordentlich viel zu tun. Bei beiden Teams dominierte über mehrere Abschnitte die Defensive. Erst im 3. Inning konnte ein Punkt durch den Herrenberger Dayron Hildalgo erzielt werden. Im 5. Inning kam dann der Ausgleich durch die Gäste mit 1:1. Aufgrund des extrem niedrigen Spielstandes konnte das Spiel quasi ständig kippen. Im 6. Inning knickten die Herrenberger ein und ließen 3 Runs zu. So wurde es nochmal richtig spannend, denn als im 7. Inning sauber verteidigt wurde, lag es einzig und allein an den Wanderers, aus dem Rückstand noch einen Sieg zu machen. Die Strategie war klar: Um jeden Preis mussten Runner auf Base kommen, um in die sog. "scoring position" zu kommen. Hidalgo und Eric Sanabria schafften es durch basehits auf base und anschließend durch einen Schlag von Medrano zu punkten. Durch einen taktischen Spielzug, genannt "hit and run", schaffte es Moritz Fanti, mit einem Schlag ins Infield den Läufer Medrano in scoring position zu bringen, da dieser gezielt ein Base stahl, denn beide hörten auf dasselbe geheime Zeichen. Nun fehlte nur noch ein basehit, um den Ausgleich zu schaffen. Entsprechend groß war der Druck auf Garcia, da bereits 2 Läufer ausgemacht wurden. Er scheiterte am gegnerischen Pitcher und somit gaben die sonst so schlagstarken Herrenberger das Spiel an die Gäste mit 3:4 ab.

Im 2. Spiel starteten Pitcher Michael Weinmann und Catcher Garcia. Hier hatte vor Allem die Offense der Wanderers ebenfalls Startschwierigkeiten. Bis zum 6. Inning stand es 2:0 für Frankfurt. Die Gäste erweiterten auf 5:0. Doch dann läuteten die Wanderers ihr Comeback ein: Ganze 6 Punkte konnten in einem Inning erzielt werden. Die Gäste wurden zunehmend unruhig und begannen, mehrmals hintereinander ihren Pitcher zu wechseln. Das siebte und letzte Inning sollte wieder zur Zitterpartie werden: Denn Frankfurt gelang ein Punkt und somit der Ausgleich. Schon wieder mussten die Wanderers dafür sorgen, das Spiel zu drehen. Und diesmal klappte es wirklich: Sebastian Ohnmacht schaffte es mit einem weiten Schlag ins rechte Außenfeld bis aufs 2. Base zu gelangen. Garcia kam durch einen walk aufs 1. base und Raphael Wörn schlug mit einem basehit beide Spieler eine Position weiter. Nun war Heiko Hiller an der Reihe, welcher bis zu diesem Punkt sichtliches Pech am Schlag hatte. Er musste wohl innerlich kochen, denn was er ablieferte war ein makelloser Hit ins zentrale Außenfeld, sodass Ohnmacht die Beine in die Hand nehmen und bis zur homeplate sprinten konnte. Damit brachte er den Sieg für die Wanderers mit 7:6 nachhause.

Das nächste Spiel sollte am kommenden Sonntag in Mannheim stattfinden, musste jedoch kurzfristig abgesagt werden. Das nächste Heimspiel gibt es am 12. Juni gegen die Karlsruhe Cougars, welche bereits mehr Spiele absolviert und somit den Herrenbergern die Tabellenführung abgenommen haben.