Die Herrenberg Wanderers haben in der Verbandsliga am Sonntag bei den Heidelberg Hedgehogs nach einer starken Aufholjagd einen verdienten 16:9-Erfolg gefeiert. Offensiv setzte Kento Okuyama früh mit einem Double ein Ausrufezeichen, jedoch blieb ein erster Run noch aus. Auf dem Mound startete Vincenz Führmann, hinter der Platte übernahm Barry Jurich. Aufgrund von Kontrollproblemen aufseiten der Wanderers nutzte Heidelberg die Chancen konsequent und ging mit sechs Runs nach dem ersten Inning deutlich mit 6:0 in Führung.
Die Gäu-Baseballer zeigten jedoch sofort die richtige Reaktion. Im zweiten Inning verkürzten Barry Jurich, Donovan Jurich, Stefan Bischoff und Timo Stolz unter anderem dank eines weiteren Doubles von Okuyama auf 4:6. Gleichzeitig fand Führmann besser ins Spiel und sorgte dafür, dass die nächsten drei Heidelberger Schlagmänner jeweils ein Aus hinnehmen mussten.
Während den Wanderers im dritten Inning keine Runs gelangen, bauten die Gastgeber ihre Führung auf 7:4 aus. Das vierte Inning wurde anschließend von beiden Defensivreihen dominiert und blieb punktlos. Im fünften Spielabschnitt verkürzten Führmann und Kayra Sevil auf 6:7. Auch defensiv agierten die Wanderers nun deutlich stabiler und ließen Heidelberg nicht mehr zur Entfaltung kommen. Die Wende folgte im sechsten Inning: Mit fünf Runs übernahmen die Herrenberger erstmals die Führung und zogen auf 11:7 davon. Anschließend übernahm Bischoff den Pitcher-Hügel und hielt die Gastgeber weiterhin ohne weiteren Punktgewinn.
Nach einem ereignislosen siebten Inning erhöhte Führmann im achten Abschnitt auf 12:7. Heidelberg verkürzte zwar noch einmal auf 9:12, doch die Wanderers ließen keine Zweifel mehr am Ausgang der Partie aufkommen. Im neunten Inning sorgten Stolz, Sevil, Julien Eickelmann und Barry Jurich mit vier weiteren Runs für die Vorentscheidung zum 16:9.
In der letzten Defensive machten drei schnelle Aus den Auswärtssieg perfekt. Mit dem Erfolg behaupten die Herrenberg Wanderers weiterhin die Tabellenführung in der Verbandsliga Baden-Württemberg. „Wir sind sehr schlecht ins Spiel gestartet, aber die Mannschaft hat jederzeit an sich geglaubt. Die Antwort im zweiten Inning war enorm wichtig. Danach haben wir uns Schritt für Schritt zurückgekämpft und am Ende auch in der Höhe verdient gewonnen“, sagte Spielertrainer Stefan Bischoff und lobte insbesondere die Moral seiner Mannschaft.
Am 13. September um 15 Uhr sind die Wanderers bei der zweiten Mannschaft der Tübingen Hawks zu Gast.